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"Als wir die Texte von John Lennon vertonten"

Hermann Trebsche von den Glückskleepflückern erinnert sich an gemeinsame Bandtage mit Lukas von Petsch Moser. Im Interview mit den Pemofans beschreibt er außerdem den Elektromantik-Stil seiner eigenen Band.

Pemofans: Du hast eine gemeinsame Vergangenheit mit Lukas PeMo. Erzähl uns davon.

Glückskleepflücker Hermann Trebsche: Lukas und ich haben gemeinsam die Schulbank gedrückt, und - während wir uns in den Pausen an Butterbroten und Goal-Fruchtsaftpackerl gelabt haben - die Pläne für eine musikalische Zukunft geschmiedet.

Votet bis So 16.5. für die Glückskleepflücker!

Die Glückskleepflücker nehmen am Bandwettbewerb "Projektdemo 2005" teil, der schon für Bands wie Anajo das Sprungbrett war.

Votet die Band ins Finale!

Hörproben und mehr Infos gibts auf der Homepage der Glückskleepflücker

Nach der Schule haben wir Texte von John Lennon neu vertont (Attica State) und uns gewundert, als wir einige Zeit später die "original Version" zu Ohren bekamen.

Die erste gemeinsame Band hat "Kugelfisch" geheissen (die Demos werden am Schwarzmarkt heiss gehandelt ;-)) und ging in Richtung Punkrock. Das alles natürlich mit deutschen Texten (Drums: Robert Trimmel, Gitarre/Bass/Gesang: Lukas Filipek/Hermann Trebsche).

Zu der Zeit war in NÖ-Süd eher die Heavy-Hard-Metall-Grind-Fraktion vertreten. Es gab also keine Szene für diese Musik.

Danach: ein kleines Zwischenspiel mit einer (ca.) 8-Mann Combo namens "Scholl" (Kugelfisch vs. Petsch Moser vs. Sleeping Sirene feat. diverse andere Menschen = Scholl) Resultat: 1 Konzert auf einem Fussballfeld in Mollram (NÖ).

Lukas und ich musizieren ab und zu zusammen. Dabei ist u.a. auch der Song Glückskleepflücker in seiner ersten Rohfassung enstanden.

P: Zuletzt haben die Glückskleepflücker im März 05 zusammen mit Petsch Moser in Krems gespielt. Welche Erinnerungen habt Ihr an das Konzert?

G: Gute! Schöne Atmosphäre, ein bisschen heiss! 3657 Gründe es wieder zu tun...

P: Und wie steht Ihr generell zur Musik von Petsch Moser?

G: Das kann ich nicht genau beschreiben, da ich die Musik von Freunden schwer einschätzen kann, weil sie mir auch gefällt, wenn sie mir nicht gefallen würde. Das wäre aber, glaube ich, bei Petsch Moser sowieso nicht der Fall.

Ich habe den Song "Fehler" in letzter Zeit öfter gehört, und ich denke, er berührt mich auf eine sehr gute Weise. Eine Harmonie.

P: Wie würdet Ihr Eure eigene Musik und Euren eigenen Stil beschreiben?

G: Oft spalten wir die Meinungen. Und das ist gut so, denn, wenn alles glattgebügelt ist und es nichts mehr zu diskutieren und kritisieren gibt, gibt es nur mehr einen grossen Kritikpunkt und zwar, dass es uninteressant ist und schon 1000 mal gehört wurde.

Wir versuchen also, Collagen in Form von Musik zu basteln. Wir versuchen zu zitieren und spielen Elektromantik, denn zu unseren musikalischen Einflüssen zählen: Beatles, Mireille Matthieu, Soundeffekt-Platten, synthetische Beats von Festplatten, Alltagsdrogen, Eddie van Halen, Casiokinderkeys, Guns'n'Roses, Trennungen, Roland Juno 60 und Bob Dylan.

P: Aktuell habt Ihr beim Bandwettbewerb "Projektdemo 2005" beste Chancen auf den Einzug ins Finale. Warum habt Ihr mitgemacht - und was sind Eure Erwartungen?

G: Wir haben ein 8Track-Demo mit dem Titel "Liebe beginnt zuhause" aufgenommen, das wir für Promotion, Bandwettbewerbe und den Verkauf bei Konzerten verwenden.

Das Demo haben wir zu Projektdemo geschickt, weil wir denken, dass es eine grossartige Sache wäre, in Berlin beim FIB- und beim MELT!Festival aufzutreten und auf der FIB-Compilation "Benicàssim 2005" vertreten zu sein. Das wäre schon ein kräftiges Sprachrohr.

Ausserdem möchten wir eine Feundin in Berlin besuchen. Das alles könnt IHR per Mausclick wahr machen!

P: Und was sind Eure nächsten Pläne?

G: Im Herbst soll unser Album erscheinen. Die Single "Seepferdchen" plus einem dreist gerdrehten Video gibts schon auf unsrer HP zum Download.

Im Sommer werden wir ein neues Musikvideo drehen, neue Songs einspielen und uns hinter alte Gitarren und moderne Synths klemmen, um Aufnahmen und Songs zu verbessern.

P: Was ist Euer größter musikalischer Traum?

G: Songs schreiben, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene berühren, evtl. durch subtile Texte und gegensätzliche Musik den Hörer zum positiven Wahnsinn treiben.

Anders und aktueller ausgedrückt: ein Potpurie aus The White Stripes "Hypnotize" und Adam Greens "Princess Bed".

Alles weitere kommt wie es kommen muss.

P: Viel Erfolg und vielen Dank für dieses spontane Interview (jk 12.5.2005)